Kernideen
Carbonsäuren enthalten –COOH und sind schwache Säuren. Ihre Derivate, Säurechloride, Anhydride, Ester und Amide, unterscheiden sich stark in der Reaktivität und werden durch nucleophile Acylsubstitution ineinander überführt.
- Acidität: Carbonsäuren sind stärker als Phenole und Alkohole und setzen aus Natriumhydrogencarbonat CO₂ frei, was Alkohole und Phenole nicht tun.
- Veresterung (Fischer): Säure + Alkohol ⇌ Ester + Wasser mit Säurekatalysator. Sie ist reversibel, und Wasserentzug treibt sie nach rechts.
- Verseifung: Ein mit NaOH erhitzter Ester ergibt das Carboxylatsalz und den Alkohol. Sie ist irreversibel.
- Reaktivität der Derivate: Säurechlorid > Anhydrid > Ester > Amid. Ein reaktiveres Derivat lässt sich in ein weniger reaktives überführen.
Wichtige Gleichungen
RCOOH + R′OH ⇌ RCOOR′ + H₂ORCOOR′ + NaOH → RCOONa + R′OHRCOOH + NaHCO₃ → RCOONa + CO₂ + H₂Oreactivity: RCOCl > (RCO)₂O > RCOOR′ > RCONH₂
Durchgerechnetes Beispiel
Ethansäure + Ethanol ⇌ Ethylethanoat + Wasser. Der Estername beginnt mit der Alkylgruppe des Alkohols und endet mit dem -oat der Säure. Erhitzen von Ethylethanoat mit NaOH ergibt Natriumethanoat und Ethanol. Ethanoylchlorid reagiert sofort mit Ammoniak zu Ethanamid.
Häufige Fehler
- Den Ester mit der Säure beginnend benennen. Der Alkoholteil kommt zuerst, wie in Ethylethanoat.
- Die Veresterung als vollständig behandeln. Sie erreicht ein Gleichgewicht, außer man entfernt Wasser oder setzt ein Edukt in großem Überschuss ein.
- Als Produkt der Verseifung in basischer Lösung die Säure statt ihres Salzes angeben.
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