Kernideen
Physiologiefragen laufen oft auf einen Fluss mal einer Frequenz hinaus. Herzzeitvolumen, Ventilation und Blutdruck sind die üblichen Beispiele, jedes mit einer einfachen Formel.
- Das Herzzeitvolumen ist Herzfrequenz mal Schlagvolumen: HZV = HF × SV. Ruhewerte sind etwa 70 Schläge pro Minute und 70 mL, also etwa 5 L/min.
- Der mittlere arterielle Druck ist MAD = Pdiast + (Psyst − Pdiast) ÷ 3, näher am diastolischen Wert, weil das Herz länger in der Diastole verbringt.
- Die Ejektionsfraktion ist der Anteil des enddiastolischen Volumens, der pro Schlag ausgeworfen wird: EF = SV ÷ EDV × 100, normalerweise etwa 55 bis 70 %.
- Das Atemminutenvolumen ist Atemzugvolumen mal Atemfrequenz. Der BMI ist die Masse in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.
Wichtige Gleichungen
CO = HR × SVMAP = DBP + (SBP − DBP) ÷ 3EF = SV ÷ EDV × 100minute ventilation = tidal volume × rateBMI = mass ÷ height²
Durchgerechnetes Beispiel
Eine Herzfrequenz von 70 Schlägen pro Minute und ein Schlagvolumen von 70 mL ergeben HZV = 4900 mL/min = 4,9 L/min. Bei einem Blutdruck von 120/80 mmHg ist MAD = 80 + (120 − 80) ÷ 3 = 93 mmHg. Bei einem enddiastolischen Volumen von 120 mL und einem Schlagvolumen von 70 mL ist EF = 70 ÷ 120 = 58 %.
Häufige Fehler
- Den MAD als einfachen Mittelwert aus systolischem und diastolischem Druck nehmen.
- mL und L bei der Angabe des Herzzeitvolumens vermischen.
- In der Ejektionsfraktion das endsystolische statt des enddiastolischen Volumens benutzen.
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