Metrische Gewinde
Ein metrisches Gewinde wird M8 × 1,25 geschrieben: M für metrisch, 8 mm Außendurchmesser (Nenndurchmesser) und 1,25 mm Steigung, der Abstand von einem Gewindegang zum nächsten. Fehlt die Steigung wie bei „M8“, ist das Regelgewinde gemeint. Feingewinde wie M8 × 1 haben eine kleinere Steigung.
Zöllige Gewinde (UNC und UNF)
Ein Zollgewinde wird 1/4-20 UNC geschrieben: 1/4 Zoll Durchmesser und 20 Gänge pro Zoll (TPI). UNC ist die grobe, UNF die feine Reihe; 1/4-28 UNF ist das Feingewinde mit demselben Durchmesser. Größen unter 1/4 Zoll werden nummeriert, etwa #10-24.
So unterscheidest du sie
- Miss den Außendurchmesser mit dem Messschieber. M6 hat 6,0 mm, 1/4 Zoll 6,35 mm: nah genug, um das Auge zu täuschen.
- Prüfe die Steigung mit einer Gewindelehre oder miss die Länge von 10 Gängen: 12,5 mm bedeutet 1,25 mm Steigung, 1/2 Zoll (12,7 mm) bedeutet 20 TPI.
- Dreh nie eine metrische Schraube mit Gewalt in eine Zollmutter oder umgekehrt. Ähnliche Größen greifen erst und reißen dann aus.
Steigung und TPI umrechnen
TPI = 25,4 ÷ Steigung in mm und Steigung = 25,4 ÷ TPI. 1,25 mm Steigung sind 20,3 TPI und 20 TPI sind 1,27 mm Steigung: ähnlich, aber nicht austauschbar.
Kernlochdurchmesser
Für metrische Gewinde ist der Kernlochbohrer ungefähr Durchmesser − Steigung: M8 × 1,25 braucht einen 6,8-mm-Bohrer, M6 × 1 einen 5-mm-Bohrer. Für Zollgewinde nimm eine Tabelle: 1/4-20 UNC braucht einen Bohrer Nr. 7 (0,201 Zoll, etwa 5,1 mm).
Tabelle
Die Gewindetabelle listet metrische Regel- und Feingewinde sowie UNC- und UNF-Größen mit Durchmesser, Steigung oder Gängen pro Zoll und Kernlochbohrer.