Die Regel
Bei einer Reaktion entstehen und verschwinden keine Atome, jedes Element muss also auf beiden Seiten gleich oft vorkommen. Man gleicht eine Gleichung aus, indem man die Koeffizienten vor den Formeln ändert, nie die kleinen Zahlen in einer Formel, denn das wäre ein anderer Stoff.
Beispiel: Verbrennung von Propan
Ausgangspunkt ist C3H8 + O2 → CO2 + H2O.
- Kohlenstoff: 3 auf der linken Seite, also 3 vor CO2.
- Wasserstoff: 8 auf der linken Seite, also 4 vor H2O.
- Sauerstoff zuletzt: rechts sind jetzt 3 × 2 + 4 = 10 Atome, links werden also 5 O2 gebraucht.
Das Ergebnis ist C3H8 + 5O2 → 3CO2 + 4H2O. Zuerst die Elemente ausgleichen, die auf jeder Seite nur in einer Verbindung vorkommen, und elementar auftretende wie O2 bis zum Schluss aufheben.
Tipps
- Kommt ein Bruch heraus, alle Koeffizienten mit derselben Zahl multiplizieren, bis sie ganzzahlig sind.
- Ein mehratomiges Ion wie SO4 als eine Einheit behandeln, wenn es auf beiden Seiten unverändert vorkommt.
- Bei Ionengleichungen muss auch die Gesamtladung auf beiden Seiten gleich sein.
Sofort prüfen
Reaktionsgleichungen ausgleichen gleicht jede Gleichung, auch mit Ladungen, mit den kleinsten ganzen Zahlen aus. Die Koeffizienten geben die Stoffmengenverhältnisse, mit denen man die erwartete Produktmenge berechnet, und der Ausbeuterechner vergleicht sie mit dem, was tatsächlich herauskam.