Was die Steuerklasse bewirkt
Der Arbeitgeber behält bei jeder Abrechnung Lohnsteuer ein. Die Steuerklasse legt fest, wie viel, indem sie bestimmt, welche Freibeträge im monatlichen Abzug stecken. Sie ändert dein monatliches Netto, aber nicht die Steuer, die du am Ende fürs Jahr schuldest: Die wird mit der Einkommensteuererklärung abgerechnet.
Die sechs Klassen
- I: Ledige, Geschiedene oder dauernd Getrenntlebende.
- II: Alleinerziehende, die mit einem Kind zusammenleben und den Entlastungsbetrag bekommen (4.260 € in 2026).
- III: Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, wenn der Partner in Klasse V ist. Deutlich weniger Lohnsteuer im Monat.
- IV: Verheiratete, beide in Klasse IV. Besteuert wie Klasse I.
- V: der Partner von jemandem in Klasse III. Deutlich mehr Lohnsteuer im Monat.
- VI: ein zweites oder weiteres Arbeitsverhältnis, ganz ohne Freibeträge.
Ehepaare: III/V oder IV/IV?
III/V passt, wenn einer deutlich mehr verdient: Der Besserverdienende nimmt Klasse III, und das Paar hat monatlich mehr Geld. Weil die monatlichen Abzüge nur eine Schätzung der gemeinsamen Steuer sind, müssen Paare mit III/V eine Steuererklärung abgeben und eventuell nachzahlen. IV/IV passt zu Paaren mit ähnlichem Einkommen. "IV mit Faktor" (Faktorverfahren) verteilt die Steuer genauer, wenn die Einkommen verschieden sind.
Frisch Verheiratete kommen automatisch in IV/IV. Den Wechsel zu III/V oder zum Faktorverfahren beantragst du online über ELSTER oder mit einem Formular beim Finanzamt.
Den Unterschied sehen
Der Brutto-Netto-Rechner 2026 zeigt das monatliche Netto in jeder Steuerklasse mit allen Abzügen. Für andere Länder gibt es den Nettolohnrechner.